Traditionsreiche Bibelkonferenz erinnert an die Wurzeln der Allianzbewegung

130. Allianzkonferenz vom 5. bis 9. August in Bad Blankenburg

Blick auf das Allianzhaus in Bad-Blankenburg (Bild: allianzhaus.de)

Am Mittwoch (5. August) startet die 130. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg (Thüringen). Die traditionsreiche Veranstaltung gilt als älteste regelmäßig stattfindende Bibel- und Glaubenskonferenz Deutschlands und endet am 9. August.

Die diesjährige Konferenz lädt dazu ein, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, die das Buch Hiob stellt: Wie gehen Menschen mit Leid um? Wo finden sie Hoffnung? Und wie kann Vertrauen zu Gott auch in schwierigen Zeiten wachsen? Neben Bibelarbeiten gehören Seminare, Begegnungen und Angebote für alle Generationen zum Programm. Wer nicht vor Ort teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, zahlreiche Veranstaltungen per Livestream zu verfolgen – www.allianzkonferenz.de

Geschichte mit internationaler Ausstrahlung

Die diesjährige Allianzkonferenz steht zugleich im Zeichen mehrerer Jubiläen. Vor 180 Jahren wurde 1846 in London die Evangelische Allianz gegründet. Vertreter verschiedener evangelischer Kirchen wollten damit die Zusammenarbeit über konfessionelle Grenzen hinweg stärken und verbanden dies von Anfang an mit einem öffentlichen Einsatz für Menschenwürde und gegen die Sklaverei.

Ein weiterer Meilenstein folgte 1952 mit der Gründung der Europäischen Evangelischen Allianz. Sie fördert bis heute die Zusammenarbeit der nationalen Allianzen in Europa und engagiert sich unter anderem für Religionsfreiheit und Menschenrechte.

Auf eine lange Tradition blickt auch die Blankenburger Allianzkonferenz selbst zurück. Sie wurde 1886 von Anna von Weling ins Leben gerufen und entwickelte sich von einer Gebets- und Bibelkonferenz zu einem zentralen Treffpunkt der Allianzbewegung in Deutschland. Bis heute befindet sich der Sitz der Evangelischen Allianz in Deutschland in Bad Blankenburg.

Gemeinsame Verantwortung

Für Dr. Reinhardt Schink, Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland, erinnert die Geschichte der Allianz daran, dass christlicher Glaube immer auch gesellschaftliche Verantwortung einschließt. Der Einsatz für Menschenwürde, Versöhnung und ein friedliches Miteinander gehöre seit den Anfängen zum Selbstverständnis der Allianzbewegung und bleibe angesichts aktueller Herausforderungen von hoher Bedeutung.

Die Evangelische Allianz in Deutschland ist ein Netzwerk, zu dem Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften gehören. Grundlage ist die sogenannte "Glaubensbasis", deren erste Fassung bereits 1846 bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London verabschiedet wurde. In Deutschland gehören rund 900 örtliche Allianzkreise zum Netzwerk. Dort arbeiten Christen aus landes- und freikirchlichen Gemeinden sowie christlichen Werken vor Ort zusammen.

Auch im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden bestehen zahlreiche Verbindungen zur Evangelischen Allianz in Deutschland. Viele BFP-Gemeinden engagieren sich in örtlichen Allianzkreisen, beteiligen sich an der Allianzgebetswoche oder arbeiten in gemeinsamen Projekten mit Gemeinden anderer Konfessionen zusammen.

 

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