Altpräses Reinhold Ulonska heimgegangen

BFP-Altpräses Reinhold Ulonska (1931-2021)

Erzhausen (da) - Im Alter von 89 Jahren ist Pastor Reinhold Ulonska (Moormerland/Ostfriesland), Altpräses des Bundes Freikichklicher Pfinstgemeinden, am 12. März 2021 heimgegangen. Pastor Ulonska war von 1972 bis 1996 Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Sein Dienst als Leiter und vollmächtiger Bibellehrer war prägend für die Pfingstbewegung in Deutschland und fand auch international große Anerkennung. Seine Spuren in der Gründung und dem Aufbau von Gemeinden des Bundes, aber auch seiner evangelistischen Arbeit sind bis in die heutigen Tage sichtbar.

Wegpunkte seiner Amtszeit als Präses waren u. a. die Verleihung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR), die Umbenennung in "Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden", die von der Bundeskonferenz im 1982 beschlossen wurde, der Beitritt der "Volksmission entschiedener Christen" 1988 und von 13 Elim-Gemeinden aus Ostdeutschland 1991. Gerade um den Kontakt zu den Elim-Gemeinden hat sich Ulonska persönlich gekümmert und die Beziehungen im geteilten Deutschland gepflegt. Auch der Beitritt der Ecclesia-Gemeinden ist die Frucht seiner Arbeit und seinem Dienst. Besondere Kennzeichen waren seine starken Verkündigungsgabe, seine große Bereitschaft, neue Wege zu gehen und das Miteinander zu suchen und zu fördern.

Die Verbundenheit war ihm auch ins Ausland wichtig, was sich an der Wahl in das inter-nationale Beratungskomitee "Welt-Pfingst-Konferenz" 1972 und seine Aufgabe als „Vice-President“ dieses Gremiums zeigte. Ab 1975 war er Präsident der "European Pentecostal Fellowship" (EPF). Mit Erreichen des Ruhestandes im Jahre 1996 legte Reinhold Ulonska alle Ämter nieder, was ihn nicht daran hinderte, bis ins hohe Alter Einladungen zu Predigtdiensten und Vorträgen wahrzunehmen. Seine Frau, Ilse Ulonska, verstarb 2012.

Neben seiner Liebe zur Bibel, die er mit vielen Notizen versehen, eigentlich immer dabei hatte, zeichnete ihn ein große Interesse an seinen Mitmenschen aus. Es war ihm ein Herzensanliegen, sie mit Jesus Christus bekannt machen. Mit großer Leidenschaft trat er auch für das Erleben der Geistestaufe und den Gebrauch der Geistesgaben ein. Als Autor von Büchern wie "Hütet die Herde Gottes", "Gott hat gesetzt" oder auch "Geistesgaben in Lehre und Praxis", die in mehreren Sprachen übersetzt wurden, hinterlässt er ein reiches Erbe.

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