Ein echt ungewöhnliches Kirchenmodell …

BFP-Konferenz 2019 - Workshop

„Wir haben ein echt ungewöhnliches Kirchenmodell - aber es funktioniert“. Dominique John ist Pastor der City Church in Köln. Vor vier Jahren ist er nach Köln gekommen, um dort Gemeinde in der Großstadt zu gründen. In seinem Workshop berichtet er über seine Erfahrungen und motiviert die Leiter, die gebannt an seinen Lippen hängen. Um die 700 Gottesdienstbesucher hat die City Church derzeit, inzwischen in zwei Gottesdiensten - und gerade wurde ein neuer Standort gestartet.

Unkompliziert und sehr direkt beschreibt er das Leben der Gemeinde, 48 Life-Groups, so führt er aus, hat die Gemeinde mittlerweile. „Das besondere ist, dass sich diese Gruppen am Sonntagmorgen treffen.“ Alle 14 Tagen finden Gottesdienste statt, alternierend trifft man sich an anderen Sonntag in Kleingruppen. „Wir wollen den Einzelnen sehen, besonders in der Großstadt.“ Der Vorteil von Kleingruppen am Sonntagmorgen liegt darin, dass Leute, wenn sie kommen, ausgeschlafen und nicht müde seien. „Manchmal vermisse ich den Gottesdienst am Sonntagmorgen dann doch,“ ist er ehrlich.

„Wir glauben, dass Menschen einzigartig begabt sind.“ Deswegen will der junge Pastor das Potential aus den Menschen herausholen. „Begegnen. Wachsen. Dienen.“ lautet das Leitmotto der Gemeinde. Ihm ist wichtig, dass die Gottesdienste in ihrer Art und Weise exzellent sind, damit Menschen, die Jesus nicht kennen, aber in einer Welt leben, die Exzellenz in allen Bereich als Maßstab hat, sich wohlfühlen können.

Was war in der Gemeindegründung für ihn wichtig? Was hat er gelernt? Zunächst spricht er über „geheiligte Naivität“: „Manchmal waren wir echt naiv in unseren Entscheidungen, aber es war trotzdem unter dem Segen Gottes.“ Er berichtet über einige spontane, „naive“ Entscheidungen, die sich trotzdem zum Segen ausgewirkt haben. Trotzdem ist er selbstkritisch und würde heute einiges anders machen.

„Du musst deine Vision träumen, deine Werte leben, und deine Kultur bauen“, führt er weiter aus. Er unterscheidet zwischen Werten und Kultur einer Gemeinde. „Ein Wert muss zur Kultur werden, d.h. die Gemeinde wirklich durchziehen und in allen Bereichen sichtbar sein.“ Er will nicht nur Events gestalten, sondern Menschen durch Prozesse der Veränderung führen. „Als Pastor brauchst du eine zähe Haut und trotzdem ein weiches Herz haben.“ Er ist davon überzeugt, dass ein Leiter immer wieder Verletzungen erleben wird. „Und du musst einen engen Kreis von Freunden haben, die dich nach vorne pushen und die dir zur Seite stehen“.  Letztlich, so ist Dom überzeugt, geht es darum, dass Menschen Jesus Christus kennenlernen. „Darum bauen wir Kirche!“

Frank Uphoff

Zurück