Jährliche Klausur des BFP-Vorstands in Wuppertal

Gemeinsam nach vorne denken

Mitglieder des BFP-Vorstands stehen um Präses Holthuis.
Der Vorstand des BFP bei seiner jährlichen Klausur in Wuppertal mit Präses Holthuis in der Mitte (Bild: BFP).

Der Vorstand des Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) hat sich vom 13. bis 15. Januar 2026 zu seiner jährlichen Klausurtagung in Wuppertal getroffen. Tagungsort war erneut das Evangelisches Tagungszentrum "Auf dem Heiligen Berg", das der Vorstand seit eingen Jahren für seine Klausuren schätzt. Die Klausur findet traditionell zu Beginn des Jahres statt und dient der gemeinsamen geistlichen Ausrichtung, dem intensiven Austausch sowie dem Blick nach vorne. Konkrete Beschlüsse standen bewusst nicht auf der Agenda – sie werden im weiteren Verlauf des Jahres in regulären Vorstandssitzungen gefasst.

Migration als zentrales Zukunftsthema

Zu Beginn lenkte Präses Friedhelm Holthuis den Blick auf die rund 20 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Aus seiner Sicht zeigen viele dieser Gruppen eine wachsende Offenheit für geistliche Fragen. Für den Vorstand ist das ein wichtiges Zukunftsthema.

Dabei wurde deutlich: Es gibt kein einheitliches Modell, das überall passt. Je nach regionalem und kulturellem Kontext reichen mögliche Wege von der Integration in bestehende deutschsprachige Gemeinden über fremdsprachige Arbeitsbereiche bis hin zu eigenständigen ethnischen Gemeindegründungen. Die Vielfalt dieser Ansätze wurde als Chance für die weitere Entwicklung des Bundes verstanden.

Geistliche Impulse und Austausch

Die Klausur war geprägt von Zeiten des Gebets, geistlichen Impulsen und persönlichem Austausch. Vizepräses Andreas Sommer erinnerte in einer Andacht daran, dass Phasen des Wartens auch Zeiten der Reifung sein können. Anhand der biblischen Figur Simeon (Lukas 2) machte er deutlich, dass Vertrauen und Ausdauer gerade dann wachsen, wenn Entwicklungen nicht sofort sichtbar sind.

Vizepräses James Ros sprach über die besonderen Herausforderungen in Ostdeutschland. Neue Initiativen benötigten tragfähige Strukturen, betonte er. In bestehenden Gemeinden sieht er dabei großes Potenzial: Dort gebe es Leiterinnen und Leiter, die bereit seien, Verantwortung für neue Gemeindegründungen zu übernehmen.

Ausbildung und Gemeindegründung im Blick

Am zweiten Tag berichteten die Verantwortlichen zu den sieben Ausrichtungspunkten des BFP. Leitfrage war, wie sich der Bund in zentralen Arbeitsfeldern entwickelt.

Generalsekretär Peter Bregy stellte die aktuelle Situation der BFP-Ausbildung vor. Zum Jahreswechsel 2025/2026 befanden sich 475 Personen in Ausbildung. Besonders gefragt seien das Vollzeitstudium sowie das Modulare Studium. Zusätzlich nahmen 61 Personen an den Kursen der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Gemeinden (AIG) teil.

Auch die Entwicklung im Bereich Gemeindegründung wurde als ermutigend beschrieben. Zwischen 2013 und 2025 wurden bundesweit 381 neue Gemeinden registriert. Seit dem Start der Initiative MM33 im Jahr 2023 entstanden allein 183 Gemeinden. Damit ist bereits ein erheblicher Teil des Ziels erreicht, bis 2033 insgesamt 513 neue Gemeinden zu gründen.

Klausur mit Wirkung

Die Klausur dient dem BFP-Vorstand nicht der Entscheidungsfindung im engeren Sinn, sondern der gemeinsamen Ausrichtung und dem Miteinander im Leitungsteam. In diesem Rahmen werden Themen vertieft, Perspektiven geschärft und Entwicklungen eingeordnet. Diese gemeinsame Grundlage prägt die Arbeit des Vorstands im weiteren Jahresverlauf – und damit auch die Ausrichtung des gesamten Bundes.

Grafik zur Entwicklung von Gemeindegründungen im BFP.
Emutigende Entwicklung bei der Gründung von neuen Gemeinden - allein im letzten Jahr konnten 90 neue Gemeinden im BFP registriert werden. (Grafik: Startup Church)

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