Open-Air-Veranstaltung bringt die Botschaft von Jesus Christus ins Herzen von Darmstadt
HELLER: Evangelisation mitten in Darmstadt
Was geschieht, wenn eine Evangelisation nicht in Gemeinderäumen, sondern mitten in der Stadt stattfindet? Mit dieser Idee verwandelte sich der Friedensplatz im Zentrum Darmstadts am 29. und 30. August in ein Festgelände. Unter dem Namen HELLER luden Christen zwei Tage lang Familien, Kinder und Erwachsene ein, den christlichen Glauben kennenzulernen.
Hüpfburgen, Kinderschminken und Bastelangebote gehörten ebenso dazu wie Live-Musik, Tanz, Gebet, Bibeln und evangelistische Botschaften. Veranstaltet wurde HELLER vom Christlichen Zentrum Darmstadt (CZD), einer Mitgliedsgemeinde des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Insgesamt beteiligten sich elf Gemeinden und christliche Werke aus Darmstadt.
„Lass’ uns Darmstadt mal ein bisschen heller machen“ lautete das Motto. Dahinter stand der Wunsch, Menschen mitten in ihrem Alltag mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen.
Eine Idee aus Nürnberg
Die Vision für HELLER ist für Martin und Ruth Kopp vom CZD ein Jahr zuvor entstanden. Bei der Evangelisation „City of Light“ von GODsPOWER in Nürnberg hatten sie erlebt, wie eine Open-Air Evangelisation in Deutschland aussehen kann. Daraus entstand der Glaube, dasselbe auch in Darmstadt zu sehen.
Anfang 2026 wurden die Überlegungen konkret. Es folgten mehr als ein halbes Jahr Vorbereitung und zahlreiche persönliche Gespräche. Martin und Ruth Kopp suchten dabei gezielt den Kontakt zu Pastorinnen und Pastoren sowie Verantwortlichen anderer Gemeinden in Darmstadt. Denn auch wenn der evangelistische Auftrag Ausgangspunkt der Veranstaltung war, sollte HELLER möglichst gemeinsam getragen werden – zugleich als sichtbares Zeichen der Einheit unter Christen in der Stadt.
Hinzu kamen die organisatorischen Aufgaben: Anträge bei der Stadt, Finanzierung, Programmplanung und die Koordination zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer.
Kinder und Familien im Mittelpunkt
Am Samstag begann HELLER mit einem großen Kids-Festival. Hüpfburgen, Kinderschminken, Bastelangebote, eine Station der Royal Rangers, Obst und Popcorn sorgten dafür, dass der Friedensplatz schnell von Familien und ihren Kindern in Beschlag genommen wurde. Musik, Theater und kurze geistliche Impulse vermittelten auf kindgerechte Weise die christliche Botschaft.
Am späten Nachmittag folgte der stärker evangelistisch ausgerichtete Programmteil mit Live-Musik und Botschaften. Auch Tanz gehörte dazu. Bis zum Abend wurden unterschiedliche Programmelemente mit wechselnden Beteiligten wiederholt.
Am Sonntag kamen die beteiligten Gemeinden zunächst zu einem gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst auf dem Friedensplatz zusammen. Anschließend folgten ein weiteres Kids-Festival sowie Live-Musik und evangelistische Beiträge.
Auch abseits der Bühne entstanden Möglichkeiten für persönliche Begegnungen. In einem Gebetszelt konnten Besucherinnen und Besucher mit Christinnen und Christen ins Gespräch kommen und für sich beten lassen. Mitglieder des Gideonbundes verteilten Bibeln.
Insgesamt besuchten ca. 1500 Gäste das Fest, Kinder wie Erwachsene trafen die Entscheidung Jesus nachzufolgen und einige Menschen wurden geheilt.
Was geschieht nach einer Entscheidung?
Zur evangelistischen Ausrichtung von HELLER gehörte für die Verantwortlichen noch eine weitere Frage: Was geschieht, wenn ein Mensch sich entscheidet, Jesus Christus nachzufolgen? Interessierte konnten deshalb – mit ihrer Zustimmung – ihre Kontaktdaten über ein Online-Formular hinterlassen. Innerhalb von 24 Stunden sollte sich eine dafür vorbereitete Person bei ihnen melden und den persönlichen Kontakt fortsetzen.
Dahinter steht der Gedanke der „geistlichen Elternschaft“. Menschen zum Glauben an Jesus Christus zu führen und sie anschließend auf ihrem Weg zu begleiten, soll demnach nicht allein Aufgabe von Pastorinnen und Pastoren sein. Christen übernehmen selbst Verantwortung für Menschen, die sie im Jüngerschaftsprozess begleiten. Für diese persönliche Begleitung wurden bereits am Wochenende vor HELLER rund 60 Personen bei einem Training vorbereitet. Dieses Training ergänzte das von Christus für alle Nationen (CfaN) durchgeführte „One2One-Training”, bei dem eindrucksvoll vermittelt wurde, wie man mutig und in der Kraft des Heiligen Geistes seinen Glauben im Alltag teilen kann.
Mehr als 200 Freiwillige
Damit das Festival stattfinden konnte, waren nach Angaben der Veranstalter mehr als 200 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Sie kamen aus unterschiedlichen Gemeinden und übernahmen Aufgaben in Technik und Ordnerdienst, Auf- und Abbau, Gebet und Kinderprogramm, Verpflegung und Medienarbeit sowie auf und hinter der Bühne.
So verband HELLER zwei Anliegen miteinander: Menschen mitten in Darmstadt mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen – und dies nicht allein als einzelne Gemeinde, sondern gemeinsam mit Christen aus unterschiedlichen Gemeinden und Werken der Stadt.