Suppenausgabe für Gangster

Unser Mitarbeiter Georg Schilling* berichtet von seinem Tag in einem der am meisten gefürchteten Townships in Kapstadt:

Trotz Militäreinsatz hat sich die Situation hier nicht wesentlich verändert. Beide „Super Banden“ Kapstadts haben hier ihren Ausgangspunkt.
Wir fahren mit einem kleinen Team mit dem Bus in das Gebiet ein. Im Bus haben wir Bohnensuppe für die Kinder und auch Computer, welche denjenigen zur Verfügung stehen, die sonst keine Gelegenheit haben, um z.B. ihren Lebenslauf zu schreiben oder auszudrucken.

Vor uns sind plötzlich Schüsse zu hören. Menschen rennen aufgeregt in verschiedene Richtungen. Ein Mann mit Schusswaffe rennt mit verbissenem Gesicht am Bus vorbei. Einige Augenblicke später strömen die Kinder aus der Schule; sie rennen über die Straße und suchen Schutz an den Hauswänden. Eltern kommen ihnen entgegen und treiben sie zur Eile an. Kurze Zeit später kommen dann doch einige Mütter mit ihren Kindern zum Bus und holen sich etwas Suppe. Für manche von ihnen ist dies die einzige Nahrung, die sie an diesem Tag bekommen. Auch einer der Gangster stellt sich an.
Mir geht das Bild nicht aus dem Kopf: Ein Mann, der jederzeit bereit ist, Jeden zu erschießen. Einer, vor dem sich Viele fürchten; dieser Mann stellt sich mit einem Plastikbecher in der Hand in die Reihe mit Kindern und wartet auf ein bisschen Suppe.
Er hat Hunger, wie viele andere hier auch.

Als Team beten wir sehr für Frieden. Je größer die Armut und Hoffnungslosigkeit, desto mehr findet die Kriminalität fruchtbaren Boden, um sich auszubreiten.

Möchtest Du Dich an diesem geistlichen Kampf für die verlorenen Seelen beteiligen? Bete mit uns für die Menschen, für die Townships in Kapstadt und für Gottes Gnade, hier eine Erweckung ausbrechen zu lassen.

Georg Schilling*


*= Name aus Sicherheitsgründen geändert

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