"Wer hat eigentlich gesagt …?"

BFP-Konferenz 2019

Am Abend des zweiten Tages auf der Bundeskonferenz war nahezu jedem klar, dass die Stimmung im Saal heiter sein werde, sobald Pastor Friedhelm Holthuis, Wuppertal, die Bühne betritt. Dem war schließlich auch so. Mit seiner humorvollen Art gewann er schnell die volle Aufmerksamkeit seiner Zuhörer. Seine Hauptfrage an diesem Abend ließ die meisten anfangs grübeln: „Wer redet lauter? Riesen oder Knochen?“

Die Menschheit kenne ca. 2000 Formen von Ängsten. Diese sind derart präsent, sodass sie im Alltag häufig nicht als solche identifiziert werden. Eins aber ist gewiss, so Friedhelm Holthuis: „Ängste kommen nicht von Gott.“ Um die Frage nun aufzulösen, nahm er seine Zuhörer mit zu den israelitischen Vätern. Josef kannte die Zusage Gottes, dass seine Nachkommen irgendwann das verheißene Land sehen würden. Daher bat er seine Angehörigen auf dem Sterbebett, seine Knochen mit in dieses Land zu nehmen (1Mo 50,24-26). Josef hatte eine Vision, die über sein eigenes Leben hinausging. Von ihr sollten auch seine Nachkommen profitieren.

Der BFP macht es Josef gleich. Auch die Leiterinnen und Leiter im BFP arbeiten an etwas, das über ihre Generation hinausgeht und auch noch in ferner Zukunft ein Segen sein wird.

Die Nachkommen Josefs führten das Versprechen der Väter aus und trugen die Knochen Josefs, die sie an die Zusage Gottes erinnerten, lange durch die Wüste (2Mo 13,19). Doch als sie den Riesen im verheißenen Land (4Mo 13,32f) begegneten, da machten sie kehrt. Zwei Personen kamen schließlich doch in das verheißene Land und nahmen die Knochen mit sich: Josef und Kaleb (Jos 24,32). Für sie waren die Knochen der Familie lauter als die Riesen. Sie vertrauten nicht ihren Ängsten, sondern den Zusagen Gottes an ihre Väter.

So erinnerte Pastor Friedhelm Holthuis die Bundesgemeinschaft an die Zusagen Gottes über das Land und an das, was bereits durch die anderen Kirchen in Deutschland entstanden ist. Andere Kirchen gründeten Gemeinden in jedem Dorf. „Wer hat denn gesagt, dass wir nicht auch dahin kommen können?“ Um das zu erreichen, müsse der Bund aber alles mobilisieren, was er hat und vor allen Dingen nicht den Ängsten und Zweifeln vertrauen, sondern den Zusagen Gottes.

Daniel Justus

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