Impulse und Ermutigungen am dritten Konferenztag
Zwischen Ruhe und Aufbruch
Willingen. Den dritten Konferenztag eröffnete Pastorin Sharon Chelliah aus Perth mit einer persönlich und biografisch geprägten Predigt. Ausgehend von Psalm 23,2 sprach sie über Gott, der auf „grüne Auen“ führt. Mit Matthäus 11,28–29 richtete Sharon Chelliah den Blick auf Ruhe und Nachfolge. Aus der englischen Bibelübertragung „The Message“ griff sie die Formulierung von den „unforced rhythms of grace“ auf – dem ungezwungenen Rhythmus der Gnade. Auch die eigenen Aktivitäten sollten vom Klang und Rhythmus des Himmels geprägt sein.
Zugleich fragte Sharon Chelliah danach, wie innere Vorstellungen und Erwartungen das eigene Bild von Gott und vom Dienst bestimmen. Sie ermutigte Männer und Frauen, ihre von Gott gegebene Identität anzunehmen und ihre Berufung zu leben. Einen besonderen Akzent setzte sie dabei auf Frauen.
16 Workshops und Zeit für Begegnung
In 16 Workshops, die vormittags und nachmittags angeboten wurden, reichte das Spektrum von Gemeindeerneuerung, Multisite und Evangelisation über Resilienz und Sozialarbeit bis zu Kirchenbau, Fördermitteln und dem Engagement für Menschen in Armut.
Beim „Kick-off des BFP-Netzwerks Politik“ stellten David Giesbrecht und sein Team ein neues Angebot vor, das Gemeinden beim Aufbau von Beziehungen zu Politikerinnen und Politikern unterstützen soll. Im Mittelpunkt stehe nicht das Stellen von Forderungen, sondern der Aufbau von Vertrauen und die öffentliche Präsenz von Kirche.
Auch zwischen den Programmpunkten gab es viel zu entdecken: In einem rund 1.500 Quadratmeter großen Zelt präsentieren sich 97 Werke, Initiativen, Organisationen und Dienstleister. Der von Blessings4You aus Stuttgart gestaltete Büchertisch lädt wie in den Vorjahren zum Stöbern ein.
Von 15 bis 17 Uhr öffnete zudem die „Zeit der Begegnung“. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dort Seelsorge sowie prophetisches Gebet und prophetischen Dienst in Anspruch nehmen.
Drei „Riesen“ auf dem Weg ins Neuland
Am Abend nahm Joel Chelliah die Geschichte von David und Goliath aus 1. Samuel 17 auf. Wer seinen Fuß auf neues Land setze, müsse damit rechnen, dass ihm „Riesen“ begegnen. Drei davon stellte Joel Chelliah heraus: Goliath stehe für Einschüchterung, die den Blick von Gott auf die eigenen Grenzen lenke. Eliab verkörpere Ablenkung durch Nebenschauplätze, die Kraft vom eigentlichen Auftrag abziehen. Saul stehe für Entmutigung – auch durch Menschen, von denen eigentlich Unterstützung erwartet werde.
David habe sich entschieden, keinem dieser Widerstände die Richtung vorgeben zu lassen. Joel Chelliah rief dazu auf, sich nicht von Einschüchterung, Ablenkung oder Entmutigung bestimmen zu lassen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer reagierten auf den anschließenden Aufruf und kamen nach vorn, um für sich beten zu lassen.